Ablauf

Wer ist an einer dualen Berufsausbildung beteiligt?

  • Auszubildende
    • Abschluss eines Berufsausbildungsvertrags
  • Ausbildungsbetrieb bzw. Ausbildende
    • Abschluss eines Berufsausbildungsvertrags
    • Eintragung des Ausbildungsverhältnisses bei der zuständigen Stelle
  • Zuständige Stelle (z.B. Industrie- und Handelskammer, Handwerkskammer)
    • Eintragung des Ausbildungsverhältnisses bei der zuständigen Stelle

Wie läuft eine duale Berufsausbildung ab?

Duale Partner: Betrieb und Berufsschule

Im Betrieb werden praktisches Können, Wissen und Fertigkeiten vermittelt. Ergänzend wird an der Berufsschule berufstheoretischer und allgemeinbildender Unterricht erteilt. Der Berufsschulbesuch ist in der Regel entweder in Form von Einzeltagesunterricht oder als Blockunterricht organisiert. Tageweiser Berufsschulunterricht findet wöchentlich an ein bis zwei festgelegten Wochentagen statt. Beim Blockunterricht hingegen verbringen die Auszubildenden mehrmals pro Ausbildungsjahr eine längere Zeit am Stück (i. d. R. ein bis drei Wochen) in der Berufsschule.

Auszubildende mit Abitur oder Fachhochschulreife sind in Bayern grundsätzlich nicht berufsschulpflichtig. Sie sind jedoch dazu berechtigt, die Berufsschule zu besuchen.

Beginn und Dauer einer dualen Berufsausbildung

Die Mehrheit aller Auszubildenden beginnt die duale Berufsausbildung im September eines Jahres. Jedoch ist, in Übereinkunft mit dem Ausbildungsbetrieb, auch ein beliebiger anderer Einstiegszeitpunkt möglich.

Die Ausbildungsdauer in den anerkannten Ausbildungsberufen beträgt zwei, drei oder dreieinhalb Jahre. Sie ist in der jeweiligen Ausbildungsordnung festgelegt. Für Abiturienten kann diese um maximal ein Jahr verkürzt werden.

Prüfungen

Zwischenprüfung: Während der Ausbildung wird zur Ermittlung des Ausbildungsstands eine Zwischenprüfung durchgeführt. Inhalt, Dauer und Zeitpunkt der Zwischenprüfung sind in den Prüfungsanforderungen der Ausbildungsordnung des jeweiligen Berufes geregelt.

In einigen Ausbildungsberufen wurde das klassische Modell von Zwischen- und Abschlussprüfung durch die sogenannte „Gestreckte Prüfung“ ersetzt. Dabei geht die bewertete Zwischenprüfung zu einem festgelegten Anteil in die Gesamtnote mit ein.

Abschluss-/Gesellenprüfung: Die Ausbildung in anerkannten Ausbildungsberufen schließt mit einer Abschluss-/Gesellenprüfung ab. In dieser Prüfung wird durch einen Prüfungsausschuss der zuständigen Stelle (z. B. Industrie- und Handelskammer, Handwerkskammer, Steuerberaterkammer, Landesapothekerkammer, Landesärztekammer, …) festgestellt, ob der Prüfling die berufliche Handlungsfähigkeit erworben hat. Einzelheiten über Prüfungsgegenstand und -verfahren können der jeweiligen Ausbildungsordnung und der Prüfungsordnung der zuständigen Stelle entnommen werden.


Was sollte man zur Bewerbung wissen?

Für den Einstieg in eine duale Berufsausbildung sind grundsätzlich keine bestimmten Schulabschlüsse festgelegt. Verschiedene Unternehmen setzen jedoch bei der Auswahl von Bewerbern für gewisse Ausbildungsberufe einen bestimmten Schulabschluss (z. B. Abitur) voraus. Die Bewerberauswahl der Betriebe beginnt zum Teil sehr frühzeitig. Daher sollte mit der Orientierung und Informationsbeschaffung rechtzeitig (ca. 18 Monate) vor der geplanten Aufnahme der dualen Berufsausbildung begonnen werden.