IHK – Haus der Wirtschaft

Stammsitz der Industrie- und Handelskammer Nürnberg für Mittelfranken. Mit der neuen Marktordnung von 1560 schlägt die Geburtsstunde der kaufmännischen Selbstverwaltung in Nürnberg. Hier tagte der „Handelsvorstand“ als Vorläufer der IHK, die 1843 formell gegründet wurde. Nach seiner Zerstörung im Bombenhagel des Zweiten Weltkriegs und als erstes Gebäude am Hauptmarkt wiederaufgebaut, wurde das „Haus der Wirtschaft“ 2014 bis 2019 generalsaniert und größtenteils neugebaut.

IHK-Gebäude 1951, Foto: Tümmels

Das Gebäude ist der Stammsitz der Industrie- und Handelskammer, deren Geschichte mit der neuen Marktordnung von 1560 beginnt. Dieses Datum markiert die Geburtsstunde der kaufmännischen Selbstverwaltung in Nürnberg. Im Marktgewölbe am Hauptmarkt tagt der Handelsvorstand, der Vorläufer der IHK, die formell im Jahr 1843 durch König Ludwig I. von Bayern gegründet wird. Er genehmigt in Nürnberg sowie in fünf weiteren bayerischen Städten die Bildung einer Handelskammer und legt damit den Grundstein für das flächendeckende Kammerwesen in Deutschland.

Die Aufgaben bestehen in den Anfangsjahren nur in der Beratung der Regierung bei der Förderung des Handels. Aber bereits 1868 werden mit der Einführung der allgemeinen Gewerbefreiheit in Bayern auch die Befugnisse der Kammern erweitert: sie erhalten Anhörungs-, Berufungs- und Initiativrechte sowie die direkte Wahl ehrenamtlicher Repräsentanten.

Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 wird die Kammer zunächst gleichgeschaltet und 1943 die Selbstverwaltung der Wirtschaft ganz abgeschafft. Im Bombenhagel des Zweiten Weltkriegs werden die Gebäude fast vollständig zerstört. Durch Verordnung der amerikanischen Militärregierung nimmt die IHK bereits 1945 ihre Arbeit wieder auf und wird 1956 durch Bundesgesetz neu konstituiert. Das Gebäude wird als erstes Haus am Hauptmarkt wieder aufgebaut. Die heutige Form des „Hauses der Wirtschaft“ entstand in den Jahren 2014 bis 2019 durch eine Generalsanierung mit Teilneubau.

The building is the headquarters of the Nuremberg Chamber of Commerce and Industry, the history of which begins with the new market regulations of 1560. This date marks the birth of commercial self-government in Nuremberg. The “Marktgewölbe”, market vault on the “Hauptmarkt”, Main Market Square, is where the “Board of Trade” met, the precursor of the Chamber of Commerce and Industry, which was formally founded 1843 by King Ludwig I of Bavaria. He approved the formation of a chamber of commerce in Nuremberg and five other Bavarian cities, thus laying the foundation for the comprehensive chamber system in Germany.

In the early years, its role is limited to advising the government on ways to facilitate trade. But as early as 1868, with the introduction of general freedom of trade and industry in Bavaria, the powers of the chambers were also expanded: they were granted hearing, appeal and initiative rights as well as the right to elect honorary representatives directly.

When the National Socialists under Hitler 1933 seized power, the Chamber was initially forced into line with the new regime and in 1943 the self-government of the economy was totally abolished. The buildings were almost completely destroyed in the bombing raids of the Second World War. The CCI resumed its work in 1945 by decree of the American military government and was reconstituted by federal law in 1956. This building was the first house to be rebuilt on the main market square. The present-day chamber house was built between 2014 and 2019 as a result of a general refurbishment with partial new construction.

IHK-Gebäude nach 2000, Foto: Kurt Fuchs

IHK-Gebäude vor Umbau 1910, Foto: Bildstelle Hochbauamt Nürnberg

IHK-Gebäude 1997, Foto: Luftbild Bischof & Broel KG

IHK-Gebäude nach Umbau 1910, Foto: Bildstelle Hochbauamt Nürnberg

 

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